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Mit Kind ausgesperrt: was in Wien jetzt zu tun ist

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Eine Mutter mit Kleinkind wartet im Stiegenhaus eines Altbaus, während ein Schlüsseldienst die Wohnungstür öffnet

Ist ein Kleinkind allein in der Wohnung eingesperrt, öffnet die Berufsfeuerwehr Wien die Tür kostenlos, das gilt als Gefahr in Verzug nach dem Wiener Feuerwehrgesetz. Bei einer gewöhnlichen Aussperrung ohne akute Gefahr verrechnet sie dagegen 225 Euro, ein privater Schlüsseldienst kostet laut Arbeiterkammer im Schnitt zwischen 119 und 177 Euro, je nach Tageszeit.

Wenn ein Kind allein drinnen ist: die Feuerwehr ruft man kostenlos

Ist ein Kind oder eine andere Person in einer Zwangslage eingesperrt, ist das nach § 15 des Wiener Feuerwehrgesetzes eine kostenlose Hilfeleistung der Feuerwehr. Der Verein für Konsumenteninformation nennt genau dieses Beispiel: Ist ein Kleinkind allein in der Wohnung, öffnet die Feuerwehr die Tür ohne Kosten (VKI/konsument.at, Einsatzkosten Feuerwehr, Polizei, Rettung). Der Notruf 122 ist von jedem Handy und Festnetz kostenlos erreichbar (Stadt Wien, Feuerwehr-Notruf 122). Ist niemand in Gefahr und Sie stehen nur selbst vor der verschlossenen Tür, kostet ein Feuerwehreinsatz zur reinen Türöffnung dagegen 225 Euro, sofern er innerhalb einer Stunde erledigt ist.

Schlüsseldienst: Preise und Abzock-Warnung

Laut einer Stichprobe der Arbeiterkammer kostet ein Schlüsseldienst-Einsatz werktags während der Geschäftszeiten im Schnitt 118,53 Euro, mit einer Spanne von 50 bis 180 Euro. Nachts oder an Sonn- und Feiertagen steigt der Durchschnitt auf 167 bis 177 Euro, mit einer Spanne bis 250 Euro, dazu können Anfahrtskosten kommen (AK, Stichproben-Preismonitor Handwerker-Notdienst). Die AK warnt ausdrücklich vor unseriösen Anbietern, die bei Google-Suchen oft ganz oben erscheinen, mit Billigpreisen locken und dann überhöhte Rechnungen stellen, teils über 1.000 Euro für eine einfache Türöffnung (Arbeiterkammer Wien, Handwerkerkosten). Der Verein für Konsumenteninformation dokumentierte sogar einen Fall mit fast 1.700 Euro für eine einzige Türöffnung, seriöse Anbieter verlangen für eine beschädigungsfreie Wochenend-Öffnung höchstens rund 200 Euro (VKI/konsument.at, Schlüsseldienste, viele Beschwerden).

Einen seriösen Anbieter erkennen Sie an einem Fixpreis oder Kostenvoranschlag vor Arbeitsbeginn, einer Rechnung statt reiner Barzahlung und einer echten Wiener Adresse mit Gewerbeberechtigung. Die Wirtschaftskammer führt unter firmen.wko.at eine durchsuchbare Liste aktiver Aufsperrdienste und Schlosser in Wien, gefiltert nach Bezirk.

Hat die Hausverwaltung einen Zweitschlüssel?

In der Regel nicht. Der Vermieter oder die Hausverwaltung hat in Österreich kein Recht auf einen eigenen Zweitschlüssel zur vermieteten Wohnung, das Alleinnutzungsrecht liegt beim Mieter. Der Oberste Gerichtshof hat das bereits 1956 bestätigt, auch Mietvertragsklauseln mit einem uneingeschränkten Besichtigungsrecht der Hausverwaltung sind unzulässig. Nur bei einem echten Notfall wie einem Wasserrohrbruch darf ohne Zustimmung eingegriffen werden (Schlüsselnotdienst, Zweitschlüssel und Vermieter, Rechtslage).

Vorbeugen: Schlüssel bei Nachbarn hinterlegen

Am einfachsten ist es laut Arbeiterkammer, einen Ersatzschlüssel bei einer vertrauenswürdigen Person in der Nachbarschaft zu hinterlegen, damit Sie im Notfall schnell und ohne Kosten wieder in die Wohnung kommen. Zusätzlich empfiehlt sich, die Nummer eines vertrauenswürdigen Schlüsseldienstes vorab im Handy zu speichern (Arbeiterkammer, Schlüsseldienste, nicht auf Abzocker hereinfallen).

Häufige Fragen

Öffnet die Feuerwehr die Tür kostenlos, wenn mein Kind allein drinnen ist?

Ja, das gilt als Gefahr in Verzug und ist kostenlos. Bei einer gewöhnlichen Aussperrung ohne Gefahr kostet der Feuerwehreinsatz 225 Euro.

Was kostet ein Schlüsseldienst in Wien üblicherweise?

Laut Arbeiterkammer im Schnitt rund 119 Euro tagsüber, bis zu 177 Euro nachts oder am Wochenende, seriöse Anbieter verlangen selten mehr als rund 200 Euro.

Hat meine Hausverwaltung einen Zweitschlüssel zu meiner Wohnung?

In der Regel nicht, das Alleinnutzungsrecht liegt beim Mieter, außer Sie haben selbst freiwillig einen Schlüssel hinterlegt.

Wie schütze ich mich am besten vor einer Aussperrung?

Einen Ersatzschlüssel bei vertrauenswürdigen Nachbarn hinterlegen und die Nummer eines seriösen Schlüsseldienstes vorab speichern.

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