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Sonnenschutz für Kinder: Lichtschutzfaktor, UV-Index und was für Babys tabu ist

Aktualisiert am

Eine Mutter cremt ihrer Tochter am Seeufer mit Sonnenhut die Schultern mit Sonnencreme ein

Säuglinge sollten laut Empfehlung des Bundesministeriums direkter Sonne möglichst gar nicht ausgesetzt werden. Für ältere Kinder gilt: Ab einem UV-Index von 3 sind Schutzmaßnahmen nötig, sensible Haut und Kinder sollten mindestens Lichtschutzfaktor 15, besser 30 oder höher verwenden.

Ab welchem UV-Index braucht es Schutz?

Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie empfiehlt, ab einem UV-Index von 3 geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. Im österreichischen Flachland wird im Sommer meist ein Höchstwert von rund 8 erreicht. Der aktuelle UV-Index für Wien steht tagesaktuell bei GeoSphere Austria, dem Nachfolger der ZAMG, zur Verfügung (GeoSphere Austria, Gesundheitswetter).

Welcher Lichtschutzfaktor für Kinder?

Als Faustregel gilt laut offizieller Empfehlung: Der Lichtschutzfaktor sollte etwa dem Doppelten des erwarteten UV-Index entsprechen. Für empfindliche Haut und Kinder wird mindestens Lichtschutzfaktor 15 als Untergrenze genannt, viele Fachstellen empfehlen für Kinder ausdrücklich mindestens Lichtschutzfaktor 30. Sonnencreme sollte mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenkontakt aufgetragen und danach alle zwei Stunden erneuert werden, ebenso nach dem Baden (BMLUK, Empfehlungen für das Verhalten in der Sonne).

Für Babys und Kleinkinder gelten strengere Regeln

Die natürlichen Schutzmechanismen der Haut gegen UV-Strahlung bilden sich erst in den ersten Lebensjahren aus. Säuglinge sollten deshalb der direkten Sonne möglichst gar nicht ausgesetzt werden, auch nicht mit Sonnencreme. Für Kleinkinder empfiehlt sich zusätzlich zur Sonnencreme dicht gewebte, langärmelige Kleidung, ein Sonnenhut mit Nackenschutz und eine UV-filternde Sonnenbrille.

Weitere praktische Regeln

  • Mittagssonne meiden: zwischen 11 und 16 Uhr, besonders in großer Höhe oder südlichen Regionen, im Schatten bleiben.
  • Schatten schützt nicht vollständig: Auch im Schatten kommt gestreute UV-Strahlung an, dünne Wolken reduzieren die Belastung kaum.
  • Dicht gewebte Kleidung: bietet oft besseren Schutz als Sonnencreme allein und muss nicht nachgecremt werden.

Häufige Fragen

Dürfen Babys in die direkte Sonne?

Nein, Säuglinge sollten direkter Sonneneinstrahlung möglichst gar nicht ausgesetzt werden, auch nicht mit Sonnencreme.

Welchen Lichtschutzfaktor braucht mein Kind?

Mindestens Lichtschutzfaktor 15, für Kinder empfehlen viele Fachstellen ausdrücklich mindestens Lichtschutzfaktor 30.

Ab welchem UV-Index muss ich mein Kind schützen?

Ab einem UV-Index von 3, laut Empfehlung des Bundesministeriums. Im österreichischen Sommer werden im Flachland oft Werte bis 8 erreicht.

Schützt der Schatten mein Kind ausreichend vor Sonne?

Nicht vollständig, auch im Schatten kommt gestreute UV-Strahlung an. Zusätzliche Maßnahmen wie Kleidung und Sonnencreme bleiben nötig.

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