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Babysitter in Wien finden: Vermittlung, Kosten und Anmeldung
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Einen Babysitter finden Sie in Wien am schnellsten über die kostenlose 24-Stunden-Hotline von kinderbetreuung.at unter 0800 20 20 99, über eine Agentur oder eine Online-Börse. Wer lieber jemanden Älteren möchte, bekommt beim Oma-Dienst des Katholischen Familienverbands eine Leihoma vermittelt.
Für die Bezahlung gilt ein Mindestlohn: Wer mit Dienstleistungsscheck zahlt, muss 2026 für Kinderbetreuung mindestens 18,07 Euro pro Stunde rechnen. Darin sind Urlaubs- und Weihnachtsgeld schon enthalten.
Wo Sie in Wien einen Babysitter finden
Die Kinderinfo von WIENXTRA führt eine Liste von Vermittlungen in Wien (WIENXTRA, Babysitter*in gesucht). Daraus und aus den Angaben der Anbieter:
| Anbieter | Was vermittelt wird | Kosten der Vermittlung |
|---|---|---|
| 24h-Kinderbetreuungs-Hotline (kinderbetreuung.at), 0800 20 20 99 | Babysitter, Nannys, Leihomas, Au-pairs, Tageseltern und Kindergartenplätze | gratis, nur Au-pair-Vermittlung kostet |
| Oma-Dienst des Katholischen Familienverbands, Spiegelgasse 3/2, 1010 Wien, 0664 885 939 32 | Leihomas | 75 € für Mitglieder, 145 € für Nicht-Mitglieder, einmalig |
| Die Babysitterei, Karl-Popper-Straße 22, 1100 Wien, 01 928 0802 | ausgewählte Babysitter | ab 99 € Auftragsgebühr, dazu Abo oder einmalige Gebühr |
| All about your Nanny, Tuchlauben 7A, 1010 Wien, 01 9280 882 | Nannys für private Haushalte | auf Anfrage |
Stand September 2026. Den Stundenlohn vereinbaren Sie jeweils direkt mit dem Babysitter oder der Leihoma.
Online-Börsen gibt es viele, etwa die kostenlose Kinderbetreuungsbörse auf flohmarkt.at oder kostenpflichtige Plattformen wie babysitter.at, babysits.at, betreut.at und sitters.at. Bei einigen können Sie gratis inserieren, zahlen aber für die Kontaktaufnahme. Sitters.at lässt sich auch nach Erfahrung mit Kindern mit Behinderung oder Allergien filtern.
Beim Oma-Dienst wird die Aufwandsentschädigung direkt mit der Leihoma vereinbart. Mitglieder zahlen die Vermittlungsgebühr erst, wenn die Vermittlung geklappt hat. Der Mitgliedsbeitrag liegt je nach Selbsteinstufung bei 27, 50 oder 70 Euro im Jahr (Katholischer Familienverband Wien, Oma-Dienst).
Was ein Babysitter kostet
Für Kinderbetreuung in Privathaushalten gilt der Mindestlohntarif für im Haushalt Beschäftigte. Wer über den Dienstleistungsscheck zahlt, muss seit Jänner 2026 mindestens 18,07 Euro pro Stunde rechnen. Wie hoch der Lohn genau ist, hängt auch vom Alter des Kindes, der Ausbildung und der Erfahrung des Babysitters ab (Die Babysitterei, häufige Fragen).
Ein Rechenbeispiel: Ein Babysitter kommt einmal pro Woche für vier Stunden, damit die Eltern ausgehen können. Zum Mindestlohn sind das 72,28 Euro pro Abend, in einem Monat mit vier Abenden 289,12 Euro. Damit bleibt der Babysitter unter der Geringfügigkeitsgrenze von 551,10 Euro im Monat.
Babysitter richtig anmelden: der Dienstleistungsscheck
Auch ein Babysitter ist rechtlich eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer. Am einfachsten zahlen Sie mit dem Dienstleistungsscheck (oesterreich.gv.at, Dienstleistungsscheck):
- Wofür: einfache Tätigkeiten im Haushalt, ausdrücklich auch Kinderbeaufsichtigung.
- Versicherung: Der Babysitter ist ab dem ersten Tag unfallversichert.
- Dauer: Jedes Arbeitsverhältnis ist auf höchstens einen Monat befristet, darf aber beliebig oft wiederholt werden.
- Grenze: Pro Haushalt höchstens 755,01 Euro im Monat (2026). Darin enthalten sind die Geringfügigkeitsgrenze von 551,10 Euro plus Urlaubsersatz und Sonderzahlungen.
- Ablauf: Sie kaufen den Scheck, füllen ihn nach der Arbeit aus und geben ihn dem Babysitter, der ihn einlöst. Das geht auch online oder mit der App „Dienstleistungsscheck“.
Verdient der Babysitter bei mehreren Familien zusammen mehr als die Geringfügigkeitsgrenze, wird er kranken- und pensionsversicherungspflichtig und zahlt selbst 14,7 Prozent Beiträge.
Babysitterkurs: der Babyfit-Kurs
Das Jugendrotkreuz bietet mit Babyfit einen Babysitterkurs für Jugendliche ab 14 Jahren an. In 16 Stunden geht es um die Entwicklung von Kindern, Ernährung, Schlafen und Spielen. Alle, die den Kurs abschließen, bekommen einen Babysitterausweis. Angeboten wird er an Schulen und an ausgewählten Rotkreuz-Dienststellen, aktuelle Termine stehen auf der Kursseite des Roten Kreuzes (Jugendrotkreuz, Babyfit).
Fragen Sie bei der Auswahl ruhig nach einem solchen Kurs oder einem Erste-Hilfe-Kurs für Kindernotfälle. Pflicht ist beides nicht.
So erkennen Sie einen verlässlichen Babysitter
- Kennenlernen mit Kind: Laden Sie den Babysitter zuerst ein, während Sie zu Hause sind, und beobachten Sie, wie er mit Ihrem Kind umgeht.
- Probetermine: Die Babysitterei etwa plant bis zu drei Probetermine ein, bevor die Zusammenarbeit fix ist. Das können Sie auch privat so halten.
- Referenzen: Fragen Sie nach Familien, bei denen der Babysitter schon war, und rufen Sie dort an.
- Klare Absprachen: Schlafenszeit, Essen, Bildschirmzeit, was im Notfall zu tun ist und wie Sie erreichbar sind. Legen Sie Ihre Telefonnummer, die Adresse der Wohnung und die Notrufnummern 144 und 133 gut sichtbar hin.
- Allergien und Medikamente schriftlich festhalten.
Steuer: was sich absetzen lässt
Kinderbetreuungskosten lassen sich seit 2019 nicht mehr von der Steuer absetzen, an ihre Stelle ist der Familienbonus Plus getreten. Möglich ist aber ein steuerfreier Zuschuss des Arbeitgebers: bis zu 2.000 Euro im Jahr für Kinder, die zu Jahresbeginn jünger als 14 sind (BMF, steuerfreie Leistungen des Arbeitgebers). Ob Ihr Babysitter dafür anerkannt wird, klären Sie mit der Lohnverrechnung Ihres Arbeitgebers.
Häufige Fragen
Was kostet ein Babysitter in Wien?
Mit Dienstleistungsscheck mindestens 18,07 Euro pro Stunde (2026), inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Dazu kommen allenfalls Vermittlungsgebühren einer Agentur.
Wo finde ich in Wien kostenlos einen Babysitter?
Über die 24-Stunden-Hotline von kinderbetreuung.at unter 0800 20 20 99 oder die kostenlose Kinderbetreuungsbörse auf flohmarkt.at.
Muss ich einen Babysitter anmelden?
Ja, ein Babysitter ist rechtlich eine Arbeitskraft. Am einfachsten ist der Dienstleistungsscheck, mit dem der Babysitter auch unfallversichert ist.
Ab welchem Alter gibt es einen Babysitterkurs?
Den Babyfit-Kurs des Jugendrotkreuzes können Jugendliche ab 14 Jahren machen. Er dauert 16 Stunden, danach gibt es einen Babysitterausweis.