Der Reboarder Kindersitz

Laut Unfallstatistik wurden im Jahr 2011 in Österreich bei Autounfällen 2.886 Kinder verletzt und 13 getötet. Oft genug hätten Verletzungen durch entsprechende Kindersicherung vermieden werden können. Crashtests haben gezeigt, dass Kinder auf den rückwärtigen Sitzen sicherer befördert werden.   Selbst  rückwärts gerichtete Babyschalen am Beifahrersitz können sich in Verbindung mit dem Airbag als Falle erweisen, obwohl sich die Ausrichtung nach hinten wesentlich sicherer darstellt.

Der Reboarder – Der sichere Kindersitz

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Reboarder sind die besseren Kindersitze für das Auto

Bis zum ersten Geburtstag werden die Kinder in sogenannten Babyschalen befördert, die gegen die Fahrtrichtung ausgerichtet sind. Später, ab einem Gewicht von 9 kg, kommen Sitze der Gruppe 1 zur Anwendung, die zumeist in Fahrtrichtung angebracht sind. Die Anatomie des Kleinkindes weist  einen relativ großen und schweren Kopf im Vergleich zum übrigen Körper auf, wobei die Nackenmuskulatur noch schwach ausgebildet ist. Bei einem Unfall wird der Kopf nach vorne geschleudert. Schwere Verletzungen von Kopf und Halswirbelsäule sind die Folge.

Reboarder sind Kindersitze, auch für ältere Kinder, die gegen die Fahrtrichtung  gerichtet sind. Bei einem Unfall wird das Kind in den Sitz gepresst, auch der Kopf erfährt eine Stützung. Ebenso ist Schutz seitlich gegeben. Die Folgen von Unfällen werden durch die Rückwärtsmontage gemildert. Nur wenige Hersteller führen jedoch Reboarder im Programme, da erhebliche Vorurteile gegen die Modelle bestehen. Der Einbau zeigt sich umfangreicher, was auch Automobilclubs und Produkttester vorsichtig urteilen lässt. Viele Sicherheitsexperten sprechen sich jedoch für  Reboarder aus.

Hersteller von Reboardern

Der finnische Hersteller Klippan bietet Reboarder, die bis zum Ende der Kindersitzperiode verwendet werden können. Je nach Alter empfehlen sich die Modelle Triofix und Kiss 2. Sie zeichnen sich sich durch einen einfachen Befestigungsmechanismus aus, der ein Wechseln in ein anderes Fahrzeug ohne Mühe erlaubt.

Cybex

Der deutsche Produzent Cybex entwickelte einen Reboarder, der durch einen Einsatz bereits für Neugeborene Anwendung findet. Ein Drehmechanismus erleichtert dabei auch das Hineinsetzen des Kindes. Tests haben ergeben, dass der Reboarder bei einem Frontalunfall das Verletzungsrisiko um 80 Prozent senkt.

HTS BeSafe

Ein weiterer Reboarder, HTS BeSafe iZi Combi X3, der norwegischen HTS BeSafe-Gruppe lässt sich durch ein spezielles Gurtenstraffsystem sehr fest im Auto montieren. Der Kindersitz kann zwar auch vorwärts gerichtet werden, doch empfiehlt der Hersteller aus Sicherheitsgründen die Ausrichtung gegen die Fahrtrichtung.Von dem Unternehmen stammt auch der Combi X3 Isofix, der durch die Isofix Befestigung einen leichteren Ein- und Ausbau ermöglicht.

Axkid mit Kidzone und Kidzofix

Die Sitze Kidzone und Kidzofix wurden ebenfalls von einem skandinavischen Hersteller, vom Schweden Axkid, entwickelt. In den skandinavischen Ländern sind Reboarder wesentlich häufiger in Verwendung. Die Unfallstatistik zeigt in diesen Staaten auch nicht den sprunghaften Anstieg verletzter und getöteter Kind nach dem Babyschalenalter.

Römer Kindersitze

Doch auch Römer setzt inzwischen auf Reboarder, im Max-Way und Multi Tech II können Kinder bis 25 kg rückwärts gerichtet befördert werden.

Die oft verwendeten Argumente, dass Kinder in einem Reboarder weniger sehen können und Eltern ihre Kinder nicht im Blickfeld haben, stehen der Sicherheit des Kindes gegenüber. Im übrigen sehen Kinder durch die höhere Lage des Reboarders sehr gut aus dem Seitenfenster. Wird ein Spiegel an der hinteren Kopfstütze angebracht, hat der Fahrer das Kind auch im Auge. Eine einfache, aber effiziente Lösung, und das Kind kann wohlbehütet und geschützt im Reboarder verbleiben.

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