Kinder T-Shirts selbst bedrucken

kindershirtsOb es Bagger, Spongebob oder schon die erste Boygroup ist, jedes Kind hat mindestens einmal so eine Phase, wo es von seinem Liebling nicht genug bekommen kann. Das Kinderzimmer ist schon längst mit Postern davon gepflastert, sogar von der Jausendose strahlt das Bild des großen Stars.

Fanartikel gibt es zur Genüge, nur bei der Bekleidung wird es schwierig. T-Shirts mit Baggern als Aufdruck sind kaum zu finden, und auch Shirts mit Popstars sind meist nur umständlich und überteuert, mit langer Lieferung und hohen Versandkosten über das Internet zu bekommen. Viel einfacher ist es da, das T-Shirt zu Hause selbst zu gestalten. Dafür gibt es viele verschiedene Druckmethoden.

T-Shirts für Kleinkinder

kleinkinderSo jung sie auch sind, haben selbst Kleinkinder schon genaue Vorstellungen davon, was ihnen gefällt. Ein selbst bedrucktes, individuelles Shirt ist da natürlich ein besonderes Highlight. Zum selbst Bedrucken gibt es folgende Techniken:

  • Stempeldruck
  • Siebdruck
  • Flexdruck und Flockdruck
  • Bleichdruck
  • Batik

Der Stempeldruck für den Einstieg

Den Stempeldruck werden viele noch aus ihren eigenen Kindergartentagen kennen. Ein Shirt mit Stempeln zu bedrucken ist die einfachste und eine sehr schnelle Form der Gestaltung. Sie ist vor allem für Kleinkinder sehr gut geeignet, da die Ansprüche an die Feinmotorik noch recht gering sind und der Umgang mit dem Material relativ ungefährlich ist.

Wie der Name schon verrät, werden die Stoffe mit Stempeln bedruckt. Diese bestehen meist aus  Hartgummi, werden in die Farbe getunkt und dann aufgedrückt. Wer ein individuelles Muster möchte, kann sie sich selbst auch aus Kartoffeln oder Pappe schnitzen. Für besonders feine Designs können die Kids eine Vorlage aus Plastilin gestalten. Wenn man sie kurz in den heißen Ofen schiebt, wird sie hart und kann sich nicht mehr verformen.

Allgemein können mit Stempeln aber eher nur grobe Motive gedruckt werden. Dennoch haben sie auch ihre Vorteile:

  • Die Stempel können auch auf kleine Flächen, wie z.B. Ärmel oder Kragen, und anderen Kleidungsstücken, wie z.B. Jeans oder Schuhe, aufgedruckt werden.
  • Nähte sind für den Stempeldruck kein Problem.
  • Abgesehen von Schnitzen der Stempel können selbst ganz junge Menschen das Bedrucken selbst übernehmen.

Hier noch ein kleiner Tipp: Den ersten Stempelabdruck sollten Bastler immer erst auf einem Probestoff oder einem Blatt Papier machen, damit die überschüssige Farbe abgeht.

Der Siebdruck für Künstler

Beim Siebdruck ist schon etwas mehr handwerkliches Geschick gefragt. Bastler brauchen dafür:

  • Ein T-Shirt
  • einen Siebrahmen
  • eine Siebdruckrakel
  • T-Shirt-Farbe
  • eine Fotoemulsion
  • eine undurchsichtige Auflage

t-shirt bedrucken mit siebdruckSiebrahmen kann man in Österreich im Handel fertig kaufen oder selbst zusammenbauen, indem an einen Rahmen aus Holz ein sehr feinmaschiger Draht angebracht wird. Der Rahmen wird mit der Fotoemulsion bzw. Kopierschicht bestrichen. Anschließend wird das Logo oder Bild, welches aus der undurchsichtigen Auflage ausgeschnitten wird, auf das Sieb gelegt.

Wenn man nun das Gestellt mit Sonnenlicht bzw. UV-Licht bestrahlt, härtet an all jenen Stellen, die nicht bedeckt sind, die Emulsion aus. Alle anderen Stellen können ganz einfach mit warmem Wasser von der Kopierschicht befreit werden. Nun ist die Druckvorlage fertig.

Der Rahmen wird auf das Shirt gelegt, und die Farbe wird mithilfe der Rakel auf das Gitter aufgetragen. Ist die Farbe getrocknet, kann man den Rahmen abnehmen und sein fertiges Kunstwerk bewundern.

Der technische Flexdruck

Eine sehr professionelle Methode,  um T-Shirts zu gestalten, ist der Flock- bzw. Flexdruck. Er wird besonders gerne für Text oder das Bedrucken mit detaillierten Motiven, Schrift oder Fotos angewendet. Für den Druck wird:

  • ein bereits einmal gewaschenes T-Shirt
  • ein Grafikprogramm
  • ein Schneidplotter
  • ein Bügeleisen oder eine Transferpresse

benötigt.

t-shirts bügelnWie bei allen anderen Druckmethoden auch, muss zunächst das Motiv erstellt werden. Dies funktioniert in diesem Fall über ein Grafikprogramm am Computer, wie z.B. Corel Draw, Illustrator oder Photoshop. Ist der Hobby-Künstler damit zufrieden, kann die Vorlage gedruckt werden. Ein erster Testdruck auf Papier zeigt, wie das Ergebnis in etwa aussehen wird, und ermöglicht noch Korrekturen, ohne dafür eine der teureren Flex- oder Flockfolien verschwendet zu haben. Der Unterschied zwischen den beiden Folien ist, dass Flexfolien glatt, Flockfolien hingegen weich und filzartig sind. Dafür sind sie auch ein wenig teurer.

Nach dem Druck, bei dem auch gleichzeitig das Motiv geplottet, d.h. gestanzt, wird, wird es händisch von der überschüssigen Folie befreit. Anschließend an das Entgittern erfolgt der eigentliche Druck.

Die Graphik wird auf das T-Shirt aufgelegt und mit einem Bügeleisen oder einer Transferpresse bedruckt. Der Kleber auf der Unterseite wird dabei weich und verbindet sich fest mit dem Material. Beim Auflegen der T-Shirts ist wichtig, dass zwischen den beiden Stoffschichten ein Trennmaterial, wie z.B. Karton, eingefügt wird oder das T-Shirt auf das Bügelbrett aufgezogen wird, sodass wirklich nur die zu bedruckende Seite in Anspruch genommen wird.

Sobald der Druck ausgekühlt ist, kann die Schutzfolie abgezogen. Das Ergebnis sind hochwertige und einmalige Produkte, die so garantiert in keinem Shop zu finden sind.

Um auch noch lange Zeit Freude an den individuellen Mustern zu haben, sollten die Oberteile beim Waschen und Bügeln auf Links gedreht werden.

Der individuelle Bleichdruck

Der Druck mit Bleiche sollte nur von älteren Kindern, und auch dann nur unter Aufsicht der Eltern versucht werden. Der Druckvorgang an sich ist sehr einfach: Auf das T-Shirt werden individuell gestaltbare Schablonen aus Papier oder Plastik gelegt. Anschließend wird Bleiche, in einem Mischverhältnis von 50:50 mit Wasser, am besten aus einer Sprühdose auf das T-Shirt aufgetragen.

Dieser Vorgang ist sehr gefährlich, da die Bleiche stark ätzend ist und man auf keinen Fall in Hautkontakt mit ihr kommen sollte. Das Bleichen darf wegen der gefährlichen Gase nur im Freien und mit Handschuhen gemacht werden. Es ist höchste Vorsicht geboten. Dafür hat man als Ergebnis sehr hochwertige und einzigartige Motive. Durch die starke Wirkung eignet sich der Bleichdruck auch für dunkle Taschen oder dicke Pullover.

Bunte Batik-Shirts zum Einstieg

kreativ gestaltenBei der Batik Technik handelt es sich zwar nicht um eine Drucktechnik, da sie aber sehr beliebt ist, soll sie hier dennoch kurz als Gestaltungsmethode vorgestellt werden. Das Besondere daran ist, dass nicht durch den Aufdruck Farbe ins Spiel kommt, sondern das komplette Shirt in einer oder mehreren Farben eingefärbt wird. Diejenigen Stellen, welche die Farbe des T-Shirts behalten sollen, werden mit Kabelbindern, Knoten oder Wäscheleinen abgebunden. Anschließend wird das Hemdchen in die Farbe getaucht und getrocknet, und erst dann werden die Schnüre wieder abgemacht.

Batik ist sehr spannend, da vorab noch nicht klar ist, wie die typischen Kreise am Ende aussehen werden. Die Technik ist ungefährlich und eignet sich auch für Kleinkinder, allerdings sollten die Eltern vor dem Färben noch einmal kontrollieren, ob die Schnüre wirklich fest angezogen sind, damit die Farbe nicht doch noch bis zum Stoff durchdringen kann.

Selbst gestalten, aber drucken lassen

Die beste Möglichkeit, um Fotos auf Kleidungsstücke zu drucken, ist in einem Privathaushalt der Flex- oder Flockdruck. Die dafür benötigten Geräte kosten im Schnitt aber etwas mehr als 300 Euro, weshalb sie sich nur dann lohnen, wenn häufig gedruckt wird.

Wer dennoch ein Hemd oder eine Tasche mit einem Foto möchte, kann den Textildruck von Profis übernehmen lassen. In jeder Drogerie mit Fotostation kann man solche Produkte bestellen. Allerdings stehen im Normalfall nur weiße, recht weit geschnittene T-Shirts zur Auswahl. Deshalb ist es sicher von Vorteil, sich das Oberteil selbst im Geschäft zu kaufen und es vorher anzuprobieren. Dort stehen auch taillierte Schnitte, Hemden mit Kragen oder verschiedene Farben zur Auswahl. Außerdem können Eltern und Kinder die selbst gestalteten Kleidungsstücke mit einem besonderen stolz tragen, da sie sie ganz alleine gemacht haben und das Erfolgserlebnis umso größer ist.

Schneller und auch günstiger geht es online. Viele Anbieter bieten  Kinder T-Shirts zum designen und bedrucken, wir haben uns Shirtgalaxie ausgesucht, weil es sehr einfach ist, dort ein T-Shirt zu gestalten. Direkt zum Designer geht es hier: http://www.shirtgalaxie.de/t-shirt-gestalten

T-Shirt besticken oder mit Textilstiften bemalen

kind t-shirtAbgesehen vom Druck gibt es auch weitere Möglichkeiten, ein einfaches Oberteil zu einem individuellen Kunstwerk zu machen. Das Kind kann z.B. den Stoff mit speziellen T-Shirt-Markern, die auch dem ein oder anderen Schleudergang Stand halten, bemalen und beschriften. Wichtig dabei ist allerdings, dass zwischen den Stofflagen ein Karton oder Papier eingelegt wird, da der Stift sonst durchdrückt und das Motiv auf die Rückseite abfärbt.
(mehr dazu auf http://blog.erziehung-kreativ.com/2012/07/kreativ-sein-mit-kindern-stoffe-bemalen.html)

Glitzersteine und Schleifen

Kinder, die schon etwas mehr handwerkliches Geschick an den Tag legen, können ihre Shirts auch besticken oder benähen. Die Eltern sollten ihnen dabei aber helfen und gemeinsam mit ihnen zumindest eine Skizze aufmalen. Dabei ist sogar eine Gestaltung in 3D möglich, indem in der Bastelstunde z.B. auch Schleifen, Glitzersteine oder Blümchen angenäht werden können.

Bügelbilder

Eine besonders einfache, aber unbedingt unter Aufsicht der Eltern durchzuführende Art der Gestaltung ist das bedrucken mit Bügelbildern. Die Bildchen werden einfach direkt auf das T-Shirt gelegt und dann mit einem heißen Bügeleisen bearbeitet. Der Klebstoff auf der Rückseite wird dadurch weich und verbindet das Bild bis in die Fasern des Stoffes mit dem Oberteil. Ein Bügelbild gleicht einem Aufdruck und sitzt bombenfest!

Erinnerungen an die Bastelstunde

basteln mit kindernEgal, wie das Ergebnis aussieht, das Besondere am Bedrucken ist die Bastelstunde, welche die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern verbracht haben. Lob ist das Beste für die Seele eines Kindes und die Kreativität wird gefördert. Und für die Eltern ist es ohnehin das Schönste, wenn sie sehen, wie sich ihre Sprösslinge freuen und für eine Sache begeistern können. Vielleicht gibt es dann zum nächsten Muttertag ein eigenes Shirt von einem aufstrebenden Designer.

Und übrigens: Bedruckte Shirts sind auch eine gute Idee für ein gemeinsames Outfit beim Junggesellenabschied mit einem lustigen Spruch oder dem Motto des Abends.

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