Schwangerschaftsyoga

Atemtechniken, Körper- und Konzentrationsübungen sowie Meditation verbinden sich zu einer viele tausend Jahre alten, aus Indien stammenden Philosophie. Die gezielten Übungen und Meditationen haben starken Einfluss auf den Organismus, auf die Seele und den Geist. Beweglichkeit und Kraft werden ebenso gefördert wie die Körperbeherrschung und die Ausdauer. Körperliche Schmerzen können mit Yoga gemildert und Depressionen, Müdigkeit und Ängste beseitigt werden.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Yoga war den Menschen schon lange vor der christlichen Zeitrechnung bekannt. Die Atemtechniken führen zu einem tieferen Atem, der wiederum die Lebensenergie steigert. Innere Ruhe und Ausgeglichenheit sind weitere positive Effekte. Die Übungen, Asanas genannt,  sind langsam und leicht auszuführen.

Meditation ist ein wichtiger Part beim Schwangerschaftsyoga

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Yoga in der Schwangerschaft bietet viele Vorteile für die werdenden Mütter – Foto: lululemon athletica, flickr.com

Während der Übungen wird der Körper sanft gefordert und durch die gezielte Atmung bewusster wahrgenommen. Die Meditation im Anschluss an die Asanas ist dem Geist und der Seele gewidmet. Durch die Übungen sind Geist und Seele ideal auf die Meditation vorbereitet worden. Auf einem Meditationskissen sitzend werden die Beine gekreuzt oder der Lotussitz eingenommen.

Die Hände liegen dabei locker auf den Knien. Bei geschlossenen Augen wird dem Atem besondere Beachtung geschenkt. Die Gedanken werden immer ruhiger, leiser, bis sie verschwinden. Dem Anfänger wird gerade das Wegfallen der Gedanken schwer fallen, sie werden immer wieder kommen, aber auch immer öfter wieder gehen. Der Mensch kommt völlig zur Ruhe, und innere Ruhe ist besonders während der Schwangerschaft wichtig.

Yoga sowie Meditation sollten unter fachkundiger Anleitung erlernt werden, besonders wenn in der Schwangerschaft die Übungen zum ersten Mal praktiziert werden. Die Übungen stellen für den Körper eine neue Art der Beanspruchung dar. Yogalehrer wissen, welche Übungen sich besonders gut eignen und von welchen abgesehen werden sollte. In Yogaschulen oder bei bestimmten Vereinen wird Schwangerschaftsyoga angeboten.

Übungen während der Schwangerschaft

Die Muskeln werden auch während der Schwangerschaft durch sanftes Yoga trainiert. Verspannungen im Rücken und den Schultern werden gelöst. Beschwerden, mit denen werdende Mütter oft zu kämpfen haben, treten bei regelmäßigem Yoga nicht auf. Sogleich am Beginn der Schwangerschaft zu beginnen und bis zur Geburt Yoga durchzuführen, kann die Zeit erleichtern.  Neben der wirbelsäulenentlastenden  Wirkung kommt es in den Organen zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung. Auch dem häufig auftretenden Bluthochdruck wird gezielt entgegengewirkt.

Eine Studie an 335 Schwangeren durchgeführt, hat gezeigt, dass sich Yoga ebenfalls auf die Entwicklung des Ungeborenen auswirkt. Frühgeburten traten seltener auf, die geborenen Babys zeigten sich widerstandsfähiger und waren in keinem Fall untergewichtig. Der Grund ist in einer besseren Durchblutung der Plazenta zu suchen. Bei den Frauen, die Yoga ausübten, kam es auch nicht zu früher einsetzenden Wehen, wie bei manchen Frauen der Vergleichsgruppe, die statt der Yogaübungen Spaziergänge durchführten.

Weniger Stresshormone durch Yoga in der Schwangerschaft

Die Wissenschaftler sehen die Ursache in der Beeinflussung des Hormonspiegels. Durch Yoga wird die Bildung des Stresshormons herabgesetzt.  Die Schwangere nimmt durch die einzelnen Übungen außerdem ihrem  Körper bewusster wahr, aber auch das neue Leben in sich. Die Harmonie der Bewegungen wirken positiv auf das Ungeborene. Die Atemübungen stellen eine optimale Vorbereitung auf den Geburtsvorgang dar, bei dem bestimmte Atemtechniken ebenfalls unterstützen. Die Asanas während der Schwangerschaft verhelfen zu einer leichteren Geburt, der Körper ist einfach rundum beweglicher geblieben und gestärkt. Bestimmte, trainierte und gestärkte Muskelpartien unterstützen bei der Geburt. Nach der Geburt hilft Yoga dem Körper bei der Rückbildung. Die Belastungen in den ersten Lebensmonaten des Kindes, wie Schlafmangel, werden durch das seelische Gleichgewicht der Mutter besser bewältigt. Viele Frauen leiden unter postnatalen Depressionen. Auch sie sind durch Yoga in den Griff zu bekommen.

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