Kinderzimmer
Feng Shui im Kinderzimmer: Prinzipien und was Kinderärzte zur Schlafumgebung sagen
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Feng Shui ist eine Richtung der daoistischen Philosophie und keine wissenschaftlich belegte Methode, wird aber von vielen Eltern als Orientierung für die Zimmereinrichtung genutzt. Die bekannteste Regel ist die sogenannte Kommandoposition: Vom Bett und vom Schreibtisch aus sollte die Zimmertür gut einsehbar sein, ohne direkt davor zu liegen. Unabhängig davon empfehlen Kinderärzte für die Schlafumgebung eine Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad.
Drei getrennte Bereiche im Kinderzimmer
Nach Feng-Shui-Verständnis sollte ein Kinderzimmer, wenn der Platz es zulässt, in drei Bereiche mit jeweils eigenem Qi gegliedert sein: einen Bereich zum Schlafen, einen zum Lernen und einen zum Spielen. Die Idee dahinter: Wer im selben Winkel schläft, lernt und tobt, kommt schwerer zur Ruhe, weil der Raum keine eindeutigen Signale für die jeweilige Tätigkeit gibt.
Die Kommandoposition für Bett und Schreibtisch
Sowohl das Bett als auch der Schreibtisch sollten laut Feng Shui so stehen, dass die Zimmertür sitzend beziehungsweise liegend eingesehen werden kann, ohne direkt in der Türlinie zu liegen. Das soll ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, weil das Kind wahrnimmt, wer den Raum betritt. Das Kopfteil des Betts gehört an eine massive Wand, nicht direkt unter ein Fenster. Am Schreib- oder Maltisch ist Tageslicht erwünscht, direkte Sonneneinstrahlung auf den Arbeitsplatz dagegen nicht.
Das Bagua als Orientierung
Das Bagua ist im Feng Shui eine Art energetische Landkarte, die einen Grundriss in acht Lebensbereiche unterteilt, etwa Partnerschaft, Karriere oder Reichtum, jeweils einer Himmelsrichtung zugeordnet. Anhänger des Feng Shui nutzen das Bagua, um Möbel und Farben im Kinderzimmer den passenden Bereichen zuzuordnen. Eine wissenschaftliche Wirksamkeit dieser Zuordnung ist nicht belegt, viele Eltern nutzen sie dennoch als gestalterischen Leitfaden.
Was Kinderärzte zur Schlafumgebung sagen
Unabhängig von Feng Shui gibt es für die Schlafumgebung von Babys und Kleinkindern medizinisch begründete Empfehlungen. Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien nennt für den Schlafraum eine Temperatur von 18 bis 20 Grad, angepasst an Bettdecke und Kleidung je nach Jahreszeit. Weitere Empfehlungen:
- Rückenlage: Babys atmen in Rückenlage am besten, Bauchlage nur unter Aufsicht im Wachzustand.
- Feste, atmungsaktive Matratze: aus Naturmaterialien, keine Schaumstoffmatratzen oder Kunststoffbezüge.
- Freier Kopfbereich: keine Polster, losen Decken oder Kuscheltiere im Bett des Babys, stattdessen ein Schlafsack passend zur Raumtemperatur.
- Rauchfreie Umgebung: komplett rauchfrei, um das Risiko für Atemwegserkrankungen zu senken.
Diese medizinischen Empfehlungen gelten unabhängig davon, ob das Zimmer zusätzlich nach Feng-Shui-Prinzipien eingerichtet wird.
Häufige Fragen
Was ist die Kommandoposition im Feng Shui?
Eine Möbelaufstellung, bei der Bett und Schreibtisch die Zimmertür gut einsehen lassen, ohne direkt davor zu stehen. Sie soll ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.
Wie warm sollte ein Kinderzimmer zum Schlafen sein?
Laut MedUni Wien 18 bis 20 Grad für den Schlafraum, tagsüber darf es im übrigen Kinderzimmer etwas wärmer sein.
Ist Feng Shui im Kinderzimmer wissenschaftlich belegt?
Nein, Feng Shui ist eine philosophische Tradition ohne wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis. Die Empfehlungen zur Schlafsicherheit und Raumtemperatur stammen unabhängig davon von der Kinderheilkunde.
Sollte das Bett eines Kindes unter dem Fenster stehen?
Nach Feng-Shui-Prinzipien nicht, das Kopfteil gehört an eine massive Wand. Ein medizinischer Grund dagegen besteht nicht, sofern das Fenster gut isoliert und sicher verschließbar ist.